Aktuelles

17.07.2018:

Die Umsetzung ist finalisiert: 

Der Bunte Ring ist nun eine rein private Informationswebseite. Die Gründe dafür wurden bereits hier in den Ankündigungen mitgeteilt. Es konnte / musste nun doch schneller als gedacht umgesetzt werden und es wird noch ein abschließendes Treffen der Selbsthilfegruppe am 26.08.2018 geben, bei der sicher noch Informationen über die Auswirkungen dieser Entscheidung mitgeteilt werden.

17.07.2018:

Nach mehreren Gesprächen mit den offiziellen Stellen für Datenschutz in NRW ist nun final bestätigt, dass die Entscheidung vom 24.05.2018 absolut korrekt war. Die Abschaltung der Telegram-Dienste und das löschen der Therapeutenliste war demnach „das Minimum, das im Sinne der DSGVO umgesetzt werden musste.“

Des Weiteren wurde darauf hingewiesen, dass „Aufgrund der sensiblen persönlichen und medizinischen Informationen eine Beratung über unverschlüsselte E-Mails als kritisch angesehen“ wird und sehr wahrscheinlich alleine das Angebot eines Kontaktformulars das nur über „einfache HTTPS-Verschlüsselung“ verfügt nicht ausreichend ist. 

Mehr als diese Möglichkeiten kann ich aber technisch und auch von den Kosten her nicht umsetzen. Hier wird demnach auch eine Abschaltung des Kontaktformulares notwendig werden.

Das E-Mails mit diesen sensiblen Daten nicht „hoch-verschlüsselt“ übermittelt werden, ist ebenfalls nicht den Anforderungen entsprechend. Es wird mir zwar zugute gehalten, dass ich eine PGP-Verschlüsselung anbiete, dies sei aber „nicht ausreichend“, sondern es müsste „auf jeden Fall eine solche Verschlüsselung gewährleistet sein“. Denn es kann nicht davon ausgegangen werden, „dass Personen mit schweren psychischen Erkrankungen“ sich der „Tragweite der Freigabe der Daten ohne Verschlüsselung wirklich bewusst sind“.

Da ich nicht gewährleisten kann, dass Betroffene oder Interessenten überhaupt in der Lage sind eine Verschlüsselung zu nutzen, dürfte ich demnach alle Dinge nur im „persönlichen Gespräch“ in einem „abgeschlossenen Raum“ besprechen.

Auch das kann ich logischerweise nicht abbilden. Schließlich melden sich bisher Betroffene aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.

Zudem muss ich für jedes dieser Gespräche eine schriftliche Erlaubnis des Betroffenen vorliegen haben, wenn ich mir z.B. Notizen mache oder Kontaktdaten aufschreibe. Außerdem darf ich „alle Daten auf ausschließlich für die Selbsthilfe genutzten Geräten speichern“. Eine Misch-Nutzung der Geräte mit privaten Daten darf nicht gegeben sein.

Auch die Selbsthilfetreffen unterliegen den Bestimmungen der DSGVO und daher sind dort entsprechende Einverständniserklärungen abzugeben und auf verlangen vorzuzeigen.

Hier zeigt sich die Ironie des Ganzen: Ich soll weniger Daten speichern und zeitgleich müssen mehr Daten gespeichert und verwaltet werden um zu bestätigen, dass das, was ich speichere überhaupt gespeichert werden darf.

All das kann ich nicht gewährleisten. All diesem Druck und Stress kann und will ich mich auf Dauer nicht aussetzen. Ich bin schließlich selbst ein Betroffener von DIS und nicht irgendein professioneller Dienstleister mit einer – wie auch immer gearteten Organisation – im Rücken.

Man sieht mich aber dennoch als „medizinische Fachorganisation“ an und daher kann ich mich nicht auf die Ausnahmeregelungen für „Privatpersonen“ berufen.

Durch all diese Fakten war es notwendig Entscheidungen zu treffen:

  • Ab sofort wird es kein allgemeines Kontaktformular mehr auf der Webseite geben.
  • E-Mail-Kontakte werden noch bis zum 31.12.2018 auch unverschlüsselt möglich sein, der Hinweis auf eine Verschlüsselung ist gegeben.
  • Ab dem 01.01.2019 werde ich Der Bunte Ring nicht mehr in der gewohnten Art weiter führen.

Wie wird sich der letzte Punkt auswirken?

Einfach gesagt sehr umfassend.

Ich werde Der Bunte Ring nicht komplett aufgeben. Aber ich werde den offiziellen Status ‚loswerden‘ und als ‚private Webseite‘ mit gleichem Namen neu aufsetzen. Das heißt:

  • Keine Selbsthilfe-Förderbeiträge mehr von den Krankenkassen
  • Austragung aus den Selbsthilfe-Registern
  • Beendigung der ‚Zusammenarbeit‘ mit verschiedenen Organisationen
  • Keine Selbsthilfe-Treffen mehr
  • Keine Kostenübernahme mehr für Treffen, Druckerzeugnisse, technische Geräte und die Webseite
  • Es werden keine Fachvorträge mehr gehalten
  • Es werden keine pro-aktiven Aktionen mehr durchgeführt (Anschreiben von Kliniken, Fachorganisationen und Therapeuten)

Eine rein private Webseite würde dann dazu führen, dass ich das rechtlichen Tamtam, loswerde, das mittlerweile notwendig ist. Kontaktaufnahme und Unterstützung außerhalb der Webseite für mir unbekannte Personen würde dann nicht mehr angeboten werden – sonst würde ich möglicherweise wieder als Organisation eingestuft werden können.

Was sind denn dann noch die Möglichkeiten?

  • Private Treffen
  • Private Telefonate
  • Private E-Mails egal ob mit oder ohne Verschlüsselung
  • Private Nutzung von Messengern egal welche Verschlüsselungsstufe
  • Weiterbetrieb der Webseite (auf eigene Kosten)

Da ich aber bereits Fördergelder erhalten und verwendet habe, werde ich dieses Jahr mit dem alten Status zu Ende bringen müssen und somit auch alle oben genannten Einschränkungen weiter bestehen lassen müssen.

24.05.2018:

Aufgrund der Datenschutzbestimmungen kann ich den Betrieb der Telegram-Chat-Gruppen nicht aufrecht erhalten. Ich kann nicht von den ganzen Teilnehmern entsprechende Erklärungen einfordern und es ist nicht gestattet, dass medizinische Daten aus den Gesprächen zwischen zig Personen weiter verbreitet werden und über fremde Server laufen. Auch die Einzel-Chats kann ich in der Dokumentation nicht abbilden, Das überschreitet einfach meine Möglichkeiten. Daher werden die Telegram-Chatgruppen geschlossen und Der Bunte Ring Account dort gelöscht.

Des Weiteren kann ich keine Therapeutenlisten mehr bereit stellen. Diese Listen beinhalteten viele tiefgehenden Informationen zu den einzelnen Therapeuten und ich müsste mir nun von jedem einzelnen Therapeuten Genehmigungen einholen. Da ich das bei über 5000 Therapeuten nicht abbilden kann, wird die entsprechende Datenbank gelöscht.

Da ich als ehrenamtlich Tätiger die gleichen Auflagen der Dokumentation bezüglich Datenschutz einhalten muss, wie große Konzerne, gibt es leider keine andere Möglichkeit. Alleine der Faktor Datensparsamkeit und Recht auf Dateneinsicht und Löschung ist bei den vorliegenden Informationen schon schwer genug umzusetzen gewesen.

Ich hoffe zwar, dass der Gesetzgeber noch sinnvolle Ausnahmeregelungen für Selbsthilfe und Ehrenamt schafft, bin da aber nicht wirklich zuversichtlich.

Bis auf Weiteres ist der Kontakt nur noch per Kontaktformular / E-Mail möglich.

14.11.2017:

Aus aktuellem Anlass folgende Information:

Wenn Der Bunte Ring aber über das Kontaktformular oder per E-Mail kontaktiert wird, ist eine eigene E-Mail-Adresse zwingend nötig, damit wir antworten können. Es reicht nicht aus, als E-Mail die Adresse einer Organisation oder eine ungültige Adresse anzugeben und eine Telefonnummer im Kontaktformular einzutragen.

Wir rufen ohne vorherige schriftliche Kommunikation und genaue Absprache niemanden einfach an.


22.10.2017:

Wir erhalten recht häufig Anfragen von Betroffenen, die sich gerne persönlich mit anderen Betroffenen austauschen möchten. Diesen Wunsch können wir natürlich verstehen und wissen aus eigener Erfahrung, wie gut es sich auswirken kann, solche Kontakte zu pflegen.

Aus Datenschutzgründen und auch um das persönliche Schutzbedürfnis der Betroffenen zu respektieren, geben wir die uns bekannten Kontaktdaten nicht heraus. Auch stellen wir keine Kontakte über Mail oder andere Wege her, da wir nicht gewährleisten können, ob die Betroffenen miteinander klar kommen.

Anfragen wie: „Können Sie mir Betroffene in meiner Stadt nennen?“, beantworten wir daher nur mit dem Verweis auf den Datenschutz und die Kontaktmöglichkeit über die Treffen der Selbsthilfegruppe.

Wer an diesen Kontaktmöglichkeiten Interesse hat, kann sich gerne bei uns per E-Mail oder über das Kontaktformular melden und anfragen, wie er daran teilnehmen kann.

Wir danken für das rege Interesse und Euer Verständnis in dieser Hinsicht.


26.11.2016:

Der Bunte Ring bietet keine therapeutische Hilfen, keine Rechtsberatung und auch keine Unterstützung für den Sektenausstieg. Hierfür gibt es Fachpersonal, Anwälte und Organisationen, die in solchen Fällen besser geeignet sind.

Die Aufgaben von Der Bunte Ring sind:

  • Bereitstellen von Informationen rund um Dissoziative Störungen
  • Kontakte zu anderen Betroffenen ermöglichen