Ziele

Die Aufgaben von Der Bunte Ring sind:

  • Bereitstellen von Informationen rund um Dissoziative Störungen über die Webseite

  Ich biete mit Der Bunte Ring bietet keine therapeutische Hilfen, keine Rechtsberatung und auch keine Unterstützung für den Sektenausstieg. Hierfür gibt es Fachpersonal, Anwälte und Organisationen, die in solchen Fällen besser geeignet sind.    

Transparenz schaffen

Es gibt viele Missverständnisse in der Gesellschaft und auch einige Fachleute haben immer noch Probleme damit, Dissoziative Störungen im Allgemeinen – und die Dissoziative Identitätsstörung im Besonderen – anzuerkennen. Dies liegt häufig daran, dass Diagnosen kompliziert verfasst werden und dass in der Presse und im Fernsehen ein überspitztes – ja extremes Bild – gezeichnet wird. Dazu kommt, dass Dissoziative Störungen oft mit einem Thema zusammenhängen, dass in der Gesellschaft immer noch tabuisiert wird.

Das Thema Gewalt an Kindern – sowohl psychisch als auch körperlich oder sexuell – will von vielen Menschen nicht wahrgenommen werden. Schliesslich ist es für die meisten Personen etwas unvorstellbares, schutzbedürftigen Kindern so etwas Grausames anzutun. Für die meisten Menschen ist es leichter weg zu schauen, als hin zu sehen und Stellung zu beziehen.

Aber andere Dissoziative Störungen entstehen nicht nur, wenn einem Kind etwas angetan wird. Solche Störungen treffen auch Menschen, die andere traumatische Erlebnisse durchleben mussten.

Die Dissoziative Amnesie z.B. tritt meist für wichtige, traumatische und zumeist kurz zurückliegende Ereignisse auf. Häufig finden sich solche Erinnerungslücken z.B. bei Trauerreaktionen oder im Zusammenhang mit erlebten Naturkatastrophen oder Unfällen.

Ich möchte mich mit Der Bunte Ring daher dafür einsetzen, ein klareres Bild der Dissoziativen Störungen aufzuzeigen.

Akzeptanz

Nur wenn Transparenz gegeben ist, ist es möglich, auch die Akzeptanz in der Öffentlichkeit für Dissoziative Störungen zu verbessern. Denn, wie kann ich etwas akzeptieren, wenn ich es nicht verstehe?

So bedingt also die Akzeptanz eine Aufklärungsarbeit. Ich möchte aufzeigen, dass viele Menschen, die eine Dissoziative Störung diagnostiziert bekommen haben, ein aktives, zufriedenstellendes Leben führen und sehr wohl in der Lage sind, sich selber so zu organisieren, dass sie Aufgaben in der Gesellschaft nachkommen können.

Inklusion

Was macht den Reichtum einer Gesellschaft aus? Wirtschaftliche Macht? Politische Sicherheit? Oder kulturelle Vielfalt? Es ist von jedem etwas.

Dennoch: Eine Gesellschaft besteht aus Menschen. Und sie sind es, die das Wohl einer Gesellschaft prägen – und zwar in allen wichtigen Lebensbereichen.

Um nichts anderes geht es bei Inklusion: Jeder Mensch erhält die Möglichkeit, sich vollständig und gleichberechtigt an allen gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen – und zwar von Anfang an und unabhängig von individuellen Fähigkeiten, ethnischer wie sozialer Herkunft, Geschlecht oder Alter.

Inklusion ist also kein Expertenthema. Es ist ein Thema, das die Zustimmung aller erfordert und deshalb gesamtgesellschaftliche Bedeutung besitzt. Einen wichtigen Meilenstein markiert die UN-Behindertenrechtskonvention, die in Deutschland im Jahr 2009 in Kraft trat.

Damit sind die Forderungen des internationalen Übereinkommens rechtlich verankert. Das reicht allerdings nicht aus.

Um Denken und Handeln zu verändern, bedarf es weitaus mehr. Es muss auch jedem bewusst sein, wie wichtig Inklusion für das gesellschaftliche Miteinander ist. Sie kann nur dann gelingen, wenn möglichst viele Menschen erkennen, dass gelebte Inklusion den Alltag bereichert. (Text zur Inklusion, Quelle: Aktion Mensch e.V.)